The next big thing is not a thing.

 

Aber was ist es dann? Nicht nur im Design, auch in anderen Disziplinen, blicken Studierende am Ende ihres Studiums in die Zukunft und fragen sich, wie das (Arbeits-) Leben aussehen kann und wird. Neugierig, aber auch konfrontiert mit Zukunftsängsten, versucht man  Positionen zu beziehen, sich zu orientieren und dabei die Entwicklung der Umwelt zu berücksichtigen.

 

Wir wollen 'Ängste' in Visionen umdenken, indem wir erforschen, wie beispielsweise die 'gefürchtete' Ersetzbarkeit der eigenen Kompetenz durch technologischen Fortschritt neue Möglichkeiten aufweist. Erweitert das Erschließen neuer Nischen die bisherigen Disziplin - Definitionen? Wie muss sich Design neu positionieren und erweitern? Ist die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine belanglos, weil sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind? Muss das Wort Kreativität unter dem Gesichtspunkt der Digitalisierung und Computerisierung neu definiert werden? Wie wollen wir als DesignerInnen arbeiten?

 

Letztendlich kommt die Diskussion um die Zukunft des Designs, also auch unserer Zukunft, viel zu kurz. Wir fordern Raum und Zeit für Dialoge und Forschung. Wir wollen Wissen miteinander teilen, uns aus alten Rollenbildern befreien und uns nicht damit aufhalten, was gute oder schlechte Gestaltung ist. Ob Design auch Kunst sein darf oder ob man Trendbewegungen folgen sollte. Das ist für den Fortschritt irrelevant.

 

Los, raus aus der Blase, rein in die Mitte des Konsens! Design ist Gestaltung, Übersetzung, Kommunikation und Vermittlung. Gesellschaftliche Relevanz und Anerkennung kann nur durch produktive Kommunikation geschehen. Und das können DesignerInnen und Gestalter Innen doch eigentlich ziemlich gut! Wenn wir uns als ArbeiterInnen in Berufen der Kreativwirtschaft, mehr Anerkennung und Verständnis für unseren Beruf wünschen, dann muss Design unbedingt zugänglicher, verständlicher, barrierefrei, geschlechterunspezifisch und relevant gemacht werden. Denn eine aktive, gesellschaftliche Debatte über Design, Kunst und allen damit verknüpften Disziplinen ist für die Entwicklung unseres Berufsbildes unabdingbar.

Wir haben in dieser Publikation unser Forschungsfeld abgesteckt, um Anregungen zu schaffen und diverse Themen, Bedeutungen und Begriff­lichkeiten in einem größeren Rahmen zu diskutieren, ohne voreilig ultimative Antworten geben zu wollen. Auf Fragen folgen noch mehr Fragen, Standpunkte und Gespräche. Es entstehen Ideen und Visionen aus Skepsis und Neugierde.

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